2021 – on the move V – RAZAM

APV Move V -RAZAM in Berlin

Die gemeinschaftsstiftende Kraft der Kunst
„on  the   move   V – Razam!  *  
- Teil I - Vorbereitender Planungsbesuch (APV) 28.-29.12.2020 in Berlin / abgeschlossen als virtuelles Meeting.
- Teil II  Europäische Begegnung  / 14 Tage - zweite Julihälfte 2021 in Berlin und.in Bölzke/Prignitz

Begegnungshorizont

1.der Aufstand in Belarus ( Schwerpunkt A)
2.die Klima-Katastrophe ( Schwerpunkt B)

Partner / Teilnehmende und Zielgruppen Vernetzungen und Kooperationen
1.Belarus: INO KAJA Minsk: sieben/e Jugendliche und ein/e Teamer*in
.2.Lettland: Jugendorganisation Young Folks, Riga: sieben Jugendliche/r und ein/e Teamer*in
3.Polen: gesucht- RAZAM-Initiative: sieben Jugendliche und ein/e Teamer*in
4.Deutschland: KAJA West e.V., Nordwalde/Berlin: sieben Jugendliche und ein/e Teamer*in, Mitarbeiter*in eines Jugendzentrums im Kreis Steinfurt. 
Alter der Teilnehmenden: Teamer*innen bis zu 35, Jugendliche bis zu 21 Jahren


Vernetzungen und Kooperationen: Die Unterstützung und Zusammenarbeit mit folgenden möglichen Organisationen soll bereits während  der Vorbereitungszeit auf der Tagesordnung stehen.

  • belarussische soziokulturelle Gemeinschaft “RAZAM e.V.
  • Deutsch-Belarussische Gesellschaft e.V.
  • Upcycling future lab Berlin-Pankow
  • hikk lokal – Klimaschutz aktiv
  • Galerie Wedding: „Moabit Mountain College“, 

Unterkunft und sonst. Begegnungsorte:

3 Berlin-Tage:

Unterkunft der Teilnehmenden in einem Jugendhostel im Bezirk Pankow.
-Projektwerkstatt: Künstleratelier / Jugendzentrum XXXX (Versammlungen, Kreativ- und Bildungs-Workshops im Bereich digitale Kooperationen, Grafik, Design, Malerei)
-sonst. Begegnungsorte in Planung: 
1.Skulptur-Werkstatt des Bundes Bildender Künstler Berlin (dreidimensionale Projekte, Holz, Metall, Ton/Keramik) 
2.Standorte von Klimainitiativen und Künstlerateliers mit entsprechender Ausrichtung (s.o.)
3.Jugendzentrum „Bunte Kuh“, Berlin Weißensee, als möglicher alternativer Begegnungsort 

10 Tage Camp auf dem Lande

Kulturbahnhof Bölzke/Prignitz: in der bevölkerungsärmsten Region Brandenburgs soll ein neu entstehender Begegnungsort mit weiträumigem Gelände für ein Camp vorgehalten werden.

Finanzaspekte: Aus öffentlichen Fördermitteln werden Fahrtkosten, - auch in Berlin, Übernachtungen für die europäischen Projektgäste , die Materialkosten und in Teilen auch die Beköstigung finanziert. 

 

             

 

 

 

Projektinhalte der Vorbereitungsphase ab April 2021

-Planung der Partizipationsverfahren
-
Planung der Kreativ-Workshops und Bildungsworkshops
der
zukünftigen Sommer-Begegnung
 

hier Themenschwerpunkt A: Aufstand in Belarus
Workshopvorschläge zu "Kunst als Form des Protestes in Belarus"
C 1: „Wasser“ als Metapher, die weltweiten Aufstände in Hongkong,
Thailand und Belarus verbindende Strategie
C 2: Vernetzung in den Hinterhöfen
C 3: „den Spieß umdrehen!“
C 4: Migration von Zeichen und Symbolen 
C 5: Performance „sich erheben, aufstehen, widerstehen“
ausführliche Beschreibung s.u.

Schwerpunktübergreifende Vorschläge:
Bildnerische Produkte/partizipatives Großbild
Plakatserie: „ein Europa, dass uns schützt“
Vorplanung von Bildungsworkshops
-  Kunst in europäischen Kontrasten- von der Revolutionskunst  
in Belarus zur neuen partizipativen Digitalkunst in Europa
-Sonderaspekt bzgl. Förderung von Gender Mainstreaming: die besondere, tragende Rolle der Frauen beim Aufstand gegen das Lukaschenko-Regime

Planung nationaler/regionaler Abende
Grundstruktur:
- typisches Essen, regionale/nationale Spezialitäten
- Präsentationen 
   -des eigenen Hintergrundes/ Studiensituation, Kunstprojekte
   - Kunst und Jugendkultur regional/national ( keine Tourismuswerbung!)
- Performances: Sketche, Theater, Songs, Tänze
- Video: regionale/nationale Musikgruppen/Filme
- Disco

Die konkreten Workshopvorschläge

-Planung der Partizipationsverfahren
-
Planung der zukünftigen Kreativ-Workshops der Begegnung

Themenschwerpunkt A: Kunst als Form des Protestes in Belarus
C 1: „Wasser“ als Metapher, die weltweiten Aufstände in Hongkong,    Thailand und Belarus verbindende Strategie, welche auf die Flexibilität und Änderung der "Zugriffsweisen" des Wassers auf Widerstände, vom sanften, andauernden Unterminieren bis hin zur Sturmwelle anspielt. 
C 2: Vernetzung in den Hinterhöfen: im direkten Lebensumfeld von  Jugendlichen, in den Hinterhöfen und zwischen den Hochhauszeilen entstehende Nachbarschaftsinitiativen, die per Projektionen von Bildern und Filmen auf Fassaden, Aushängen von Flaggen auf Balkonen, Malaktionen mit Kindern sichtbare Zeichen des gemeinsamen, bunten und kreativen Protestes gegen das Lukaschenko-Regime setzen.  

Daraus die Aufgabenstellungen für die Begegnung:

  • Protestformate auf den Straßen in Minsk und im Internet zu dokumentieren und als non-formale Lernumgebung zu bewerten
  • eigene Ideen und Vorschläge zur Belebung des nachbarschaftlichen Miteinanders im eigenen Land mit anderen, spezifischen Inhalten und Zielen, in der eigenen Stadt, im eigenen „Kiez“ zu entwerfen.
  • Medien auswählen, mit denen die Konzepte visualisiert werden können, u.a. Plakate/Poster

C 3: „den Spieß umdrehen!“
Ein Instrument totalitärer Überwachung, z.B. in China, um auch maskierte Bürger*innen zu identifizieren, wendet sich , in Händen der belorussischen Opposition, in ein Instrument zur Entlarvung von Einzeltätern in den Reihen der maskierten staatlichen Sicherheitstruppe “Omon“, die verantwortlich ist für  massenhafte Körperverletzungen und Folterungen der friedlichen Demonstranten.

Dieses ausgeklügelte digitale Verfahren wollen wir analogisieren. Z.Z. nicht mehr als dieser Impuls für ein Brainstorming im Bereich „Body-Art“ während des APV.

C 3: Migration von Zeichen und Symbolen:  Warum tragen Protestierende in Belarus das „Black Lives Matter“ – Enblem aus den USA? Aufforderung an die APV – Teilnehmenden, im Kulturschatz ihrer Heimatländer nach entsprechenden Zeichen suchen, die für einen „Export“ und Wiederverwendung im einem anderen Bedeutungszusammenhang, also für den kreativen Remix als Partizipationsprojekt während der Begegnung, verwendet werden können.

C 4: Performance „sich erheben, aufstehen, widerstehen“: allesamt  physisch–körperliche Ausdrucksformen eines Einzelnen, zugleich aber eine Bewegung einer ganzen Gruppe, eines Demonstrationszuges, eines Volkes, wie z.Z. in Belarus. Wir wollen uns auch von der Regisseurin Aksana Heiko inspirieren lassen, die Ende Oktober 2020 im Theater in Brest eine Performance organisiert hat, die nach Auswegen aus Gewalt und Unterdrückung sucht, gemeinsam mit dem Publikum.
Die Entwicklung weiterer, neuer Projekte zur nachhaltigen Begleitung des Umwälzungsprozesses bzw. Aufbaues der neuen Demokratie in Belarus, wird sodann abhängig von der z.Z. nicht vorhersagbaren Entwicklung zum Zeitpunkt des APV Ende 2020 und der Begegnung im Sommer 2021 sein.

D Schwerpunktübergreifende Vorschläge:
D 1: Bildnerische Produkte /Partizipatives Großbild
D 2: Plakatserie: „ein Europa, dass uns schützt“

Ausführliche Beschreibung  aller Themen / Workshopvorschläge der Schwerpunkte A - C  Vorschläge bis dato, - hier:Anlage 1 APV Dec 20 mV Workshopvorschläge Langversion